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Renaissance-Schloss Das auch Stohmann’sches Schlösschen oder Goethe-Schloss genannte Renaissance-Schloss ist das südlichste und zweitälteste der 3 Dornburger Schlösser. Es wurde 1539 von Volrad von Watzdorf anstelle eines im 14. Jahrhunderts erbauten Gutshauses errichtet. Über die Herren von Thüna und von Eberstein kamen die von Watzdorf durch Erbfall in den Besitz. Wegen Überschuldung des Eigentümers von Watzdorf wurde das Schloss 1571 an Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar verkauft. Nach seinem Tod im Jahr 1573 kam das Schloss als Erbe an dessen Sohn Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar. Um 1600 kam das Schloss in den Besitz des Amtsschlossers Wolfgang Zetsching und verblieb 4 Generationen im Besitz dieser Familie. Von 1605 bis 1608 wurde das Gebäude durch Anbauten zum Schloss erweitert. Im Jahr 1715 erwarb der Amtmann Arnold das Schloss. Da das Anwesen verschuldet war, kam 1739 das Schloss an Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Allerdings erzwangen 1755 die Gläubiger die Versteigerung des Schlosses. Hofrat Scheibe wurde neuer Eigentümer des Renaissance-Schlosses, der es seinem Sohn vererbte. Dieser veräußerte das Schloss an Gottlob Ludwig Stohmann. Nach dessen Tod erwarb 1824 Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach den Herrensitz des ehemaligen Ritterguts und ließ ihn zum Wohnschloss umbauen und erweitern. Zu dieser Zeit entstand der heute noch vorhandene englische Landschaftsgarten. Nach dem Tod von Großherzog Carl August zog sich Johann Wolfgang von Goethe nach Dornburg zurück und wohnte vom 7. Juli bis 11. September 1828 im Renaissance-Schloss. Hier verfasste er seine Dornburger Gedichte. Das Renaissance-Schloss wird heute museal als Goethe-Gedenkstätte genutzt. (www.wikipedia.org)