Lehesten_Wasserturm_1

Wasserburg Lehesten Die Gebäude der Wasserburg prägen das Lehestener Ortsbild. Die Anlage war im Besitz der Burggrafen von Kirchberg und wurde im 12. Jahrhundert an die Herren von Isserstedt verlehnt. Einzelne Vertreter dieser Familie nannten sich seit dem Jahr 1200 Herren von Lehesten. Seit Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich dieser Familienzweig selbständig weiter und war im 14. bis 16. Jahrhundert als bürgerlicher Adel in Jena ansässig. Im Zuge der Kirchbergerfehde wurde die Burg im Mai 1304 mit Hilfe schweren Belagerungsgeräts durch landgräfliche Truppen eingenommen und wahrscheinlich vollständig zerstört. Wenige Jahre später mussten die Burggrafen Lehesten an die Thüringer Landgrafen abtreten. Nachfolgend wurde ein Zweig der Familie von Meldingen mit der Burg belehnt, der sie wieder aufbaute und bis etwa 1506 bewohnte. Ein Jahr später verkaufte der sächsische Herzog Georg der Bärtige die Burg und das Dorf Lehesten an den Deutschen Orden. Daraufhin entstand die Ordenskommende Lehesten zur Verwaltung der Dörfer Lehesten, Altengönna und Rödigen. Im Jahr 1809 gelangten Burg und Kommende wieder an das Königreich Sachsen und 1815 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar. In dieser Zeit entwickelte sich die Burganlage zu einem landwirtschaftlichen Kammer- oder Staatsgut. Erst 1998 wurde dieses wieder Privatbesitz. Die Burganlage wurde wohl ursprünglich rechteckig angelegt, aber durch die Zerstörung und mehrere Umbaumaßnahmen im 16. und 19. Jahrhundert stark umgeformt. Auch der mit Wasser gefüllte Burggraben ist nur noch in Bruchstücken erhalten. Ältester Bauteil ist der 27 Meter hohe Bergfried. (www.wikipedia.org)